Viel hat dieser Beitrag nicht mit Essen zu tun. Aber immerhin bietet sich ein Vergleich an, den auch schon Christina angestellt hat:
Wer zu viel zwischendurch isst, wird dick. Und wer ständig nach neuen Signalen aus dem Internet giert, endet genauso übersättigt.
Zumindest was Emails angeht, habe ich nun mein Rezept (!) gefunden, dem ein Ende zu setzen: Die "Inbox Zero - automatisch"-Methode, für die ich Andreas von Gunten noch lange dankbar sein werde. Worum geht's?
- Für jeden Absender (oder mindestens jede Absenderdomain) wird ein Filter definiert, der die Emails einem bestimmten Label zuweist und sie sofort ungelesen archiviert. Sie erscheinen also gar nicht mehr in der Inbox.
- Die Labels entsprechen meinem häufigsten Grund, weshalb ich von einem Absender Emails erhalte, also beispielsweise La table d'hôte, Social Networks oder Mandat_XY.
- Nur Labels, die ungelesenen Emails zugeordnet sind, werden überhaupt noch angezeigt. (In Gmail ist das eine Einstellung innerhalb von Google Labs)
Das sieht dann zum Beispiel so aus:
Die Inbox dient also nicht länger als Trigger für irgendwelche Aktivitäten oder als To-Do-List. Sie ist nämlich - wenn konsequent jeder Absender seinen Filter bekommt - immer häufiger leer. Dafür sind Emails zu einem bestimmten Thema schön vorsortiert und können leichter in einem Rutsch abgearbeitet werden.
Zwei weitere schöne Nebeneffekte habe ich für mich persönlich festgestellt. Da ich mir bei jedem noch ungefilterten Email sofort überlege, welches Label es denn nun bekommen soll, steht es automatisch ganz auf dem Prüfstand. Konsequenz: Ich habe die 90% der Newsletter, die ich sowieso nie lese, endlich abbestellt.
Zudem verzichte ich jetzt auf fast alle Notification Emails von sozialen Netzen. Durch kommen nur reputationsrelevante, also Photo-Taggings und dergleichen. Jemand hat mir eine Eventeinladung auf XING geschickt? Hat einen Beitrag von mir auf Facebook kommentiert? Folgt mir neu auf Twitter? Das kann doch alles warten, bis ich das nächste Mal Zeit wirklich Zeit dafür habe.
Kehren wir (da das ein Foodblog ist) zum Vergleich mit dem Essen zurück: Bis vor kurzem habe ich gegessen, sobald etwas da war. Jetzt esse ich wieder zu geregelten Zeiten und höre auf mein Hungergefühl!
Was meint Ihr zu dieser Methode gegen den Information Overload?
Was sind Eure Tricks?
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