Simon Balz hat mich am Sonntag auf Twitter um ein Rezept für eine Honigmarinade gebeten. Dabei hat sich herausgestellt, dass er am selben Abend seinen neuen Campingaz Adelaide 3 Classic Grill einweihen wollte. Da ich auch bald einen neuen Grill brauche, wollte ich wissen, wie es ihm dabei ergangen ist. Sein Feedback war so ausführlich, dass ich daraus gerne einen Fremdesser-Beitrag mache.
Welcher Grill ist für Euch der beste? Tipps sind sehr willkommen - bitte hier als Kommentar oder drüben bei Twitter!
Aber jetzt hat erstmal Simon das Wort:
Vorspiel
Wir haben zu zweit etwa zwei Stunden gebraucht, um den Grill aufzubauen.
Es empfiehlt sich, den Bau nicht alleine zu machen. Schon nur das
Gewicht des Pakets wäre wahrscheinlich für eine Person zu gross. 30 Minuten Einbrennen um Farbgerüche loszuwerden haben total ausgereicht.
Erster Akt
Absolut toll ist die aufgeteilte Grillfläche. Der grobe Rost gibt
schöne Grillstreifen und auf der Platte wird Gemüse super. Dank den drei Brennern hat der Grill eine optimale
Wärmeverteilung bis in die äussersten Ecken. Auch mit
indirekter Hitze Grillen ist problemlos möglich. Mit den
14 kW Leistung verbraucht der Grill etwa 1 kg Gas pro Stunde bei grösster
Hitze.
Die Brenner haben eine Gussabdeckung. Unter dem Rost befindet sich zusätzlich ein Abschirmblech. Das Fett läuft durch ein Loch in die Auffangschale und nicht auf die Flammen - ein wenig Wasser rein und die Schale bleibt sogar sauber. So kann man Fleisch auch direkt auf der Platte grillen.
Die hohe Leistung erfordert aber ein Augenmerk auf die Temperatur. Leider hat der Grill nur eine grobe Temperatur-Anzeige, die keine Grad anzeigt. Es ist aber kein Problem, eine Anzeige selbst zu montieren. Solche Anzeigen sind als Ersatzteile leicht erhältlich.
Leider ist uns das Fleisch etwas angebrannt, da wir noch nicht genau wussten, wie heiss der Grill wird. Bereits nach dem ersten Mal hat man aber den Dreh raus.
Nachspiel
Rost und Platte sind beschichtet und lassen sich mit einer Messing-Bürste oder
unter warmem Wasser mit einem Scheuerschwamm tipptopp reinigen. Mich hat ausserdem die Stabilität des ganzen Grills überzeugt. Die geht aber leider auf Kosten von nicht einschwenkbaren
Seitenteilen. Die Gasflasche kann Platz sparend unter dem Grill verstaut werden.
Rechnung
Wir haben den Grill bei Coop Heim&Hobby in Lyssach gekauft, er sollte aber in allen gibts aber überall
wo es Campingaz-Verkaufsstellen erhältlich sein. Kostenpunkt: 450 Franken. Eine Abdeckplane
ist da leider nicht dabei. Sie kostet 60 Franken zusätzlich.
Fazit
Totaler Grillspass, sehr robuster Aufbau, 1A Grillfläche und ein super System, das Fetttropfen auf den Brennern verhindert.
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