Dieser Beitrag ist der allererste auf La table d'hôte, der nicht aus meiner Feder stammt. Ralph Hutter ist bekennender „Allerleiblogger“ und bloggt auf www.pixelfreund.ch und seit kurzem auch für das ebookers-Reiseblog. Ich freue mich, dass er hier die neue Kategorie "Fremdesser" eröffnet, in der nun öfters mal Freunde und Bekannte zu Wort kommen sollen, die was zu einem guten Restaurant oder Hotel zu sagen haben.
Wer nach San Francisco geht und gerne Fleisch isst, sollte sich das House of Prime Rib nicht entgehen lassen.
Die Kellner bedienen nicht nur. Sie sind auch gute Showmen und Unterhalter.
Das Lokal gibt es seit bald 50 Jahren. Zu Recht hat es seinen festen Platz unter den Top Adressen in der Stadt. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall eine Reservation. Den Apéro geniesst man vorzugsweise an der Bar oder noch besser in der Lounge vor dem Cheminee - gerade an typisch kühlen, nebligen Tagen. Die Cocktailkarte ist gross und hat darüber hinaus eine erstaunlich grosse Auswahl an Wodkas.
Überschaubares Menü
Die Menukarte ist schnell erklärt. Zur Vorspeise wird Salat serviert, der in einer grossen Schüssel spektakulär direkt am Tisch zubereitet wird.
Zum Fleisch: Es gibt entweder Prime Rib in 5 verschiedenen Cuts bzw. Grössen oder ein Menu mit frischem Fisch. Aber wer würde schon Fisch im diesem Steakhouse essen wollen? Nicht minder spektakulär wird dann das Fleisch serviert. Von einem metallenen Wagen, einer Mischung aus Starwars Requisite, Ritterhelm und Airstream-Wohnwagen. Das Fleisch wird direkt am Tisch geschnitten und man kann so noch immer ein bisschen Einfluss auf die Grösse des Stücks nehmen oder sich die Cuts nochmals erklären lassen.
Spektakulär im Metallwagen serviert - Das Fleisch wird am Tisch tranchiert.
Verhungern wird hier niemand, denn wer nach dem ersten Stück noch immer Hunger hat, bekommt ein zweite Tranche. All you can eat, aber nirgends so deklariert. Ich habe mich schlussendlich für den "House of Prime Rib Cut" entschieden. Die Standard Grösse ist für europäische Verhältnisse immer noch riesig. Alternativ wäre der "English-Cut" - die selbe Portion einfach in 3 dünnen Tranchen geschnitten.
Das Fleisch war perfekt. Zart, saftig. Das beste Stück Fleisch, das ich je gegessen habe. Dazu habe ich Baked Potatoes mit frischem Schnittlauch und Speck sowie Yorkshire Pudding und Spinat gewählt. Vom Yorkshire Pudding musste ich sogar noch etwas Nachschlag verlangen.
Schöne (kalifornische) Weinkarte
Auf der Weinkarte finden sich hauptsächlich lokale Weine aus Napa und Sonoma wieder. Als einzige Ausnahme etwas exotisch anmutend findet man aber auch einen Chateau Lafite Rothschild, Pauillac, 1989, der mit 377 Dollar auch nicht der billigste auf der Karte ist.
Weitere Eindrücke der Weinkarte, aber auch einige weitere Bilder gibt es auf der Website des House of Prime Rib.
Freundlich und familiär
Das gesamte Servicepersonal ist ausserordentlich freundlich und auch kompetent, aber trotzdem sehr locker und "laid back" in kalifornischer Manier. Das trägt zu einer sehr familiären Atmosphäre in einem warmen, klassischen Ambiente bei.
Für uns Europäer ist immer wieder befremdend, wenn sich Amerikaner ganz ungeniert die Reste in den Doggy-Bag einpacken lassen. Bei diesen Portionen macht dies zwar Sinn, aber irgendwie kann ich mich dann jeweils doch nicht überwinden.
Fazit
Ich bin nicht der einzige der begeistert ist. Wenn man einen Tipp vom Concierge oder bei einheimischen Freunden holt, ist das House of Prime Rib mit grosser Wahrscheinlichkeit darunter. Und darüber hinweg können Hunderte von begeisterten Reviews auf yelp.com vermutlich nicht irren.
Kommentare